Oben Nahrung, unten Dämmung

Stroh gibt es als Nebenprodukt der Landwirtschaft in Hülle und Fülle. Da nur in etwa 1/3 des Strohs zur Humusbildung benötigt werden, machen wir das beste daraus: die nachhaltigste Dämmung der Welt!

In machen Ländern wie Italien oder Indien wird das anfallende Stroh einfach auf dem Acker verbrannt, was regelmäßig zu Smog während der Erntezeit führt. Früher wurde das Stroh noch oft als Einstreu verwendet, diese Art der Nutzung nimmt jedoch durch die Vewendung von Spaltböden Jahr für Jahr ab. Andere Nutzungsmöglichkeiten für Stroh zu finden schont also die Umwelt und hilft den Landwirten neue Absatzquellen zu erschließen.

Aufbau eines Strohhalmes

stroh im detail2

1. Kultinisierte Epidermis: Die Epidermis bildet das Abschlussgewebe höherer Pflanzen wie Weizen und wird durch Kutin, einem natürlichem Polyester in Kombination mit Zellulose, Pektin und Wachsen vor Schimmel und Parasiten geschützt. Pektin für eine stark verzögerte Wasseraufnahme und schützt die Dämmung vor Schimmel.

2. Äußeres Parenchym: In der Parenchymschicht werden während des Pflanzenwachstums Nährstoffe und Wasser eingelagert. Im getrockneten Zustand trägt diese Schicht zur Sorbtionsfähigkeit des Strohs und damit zum Feuchtehaushalt des Gebäudes bei.

3. Sklerenchymring und -leisten: Sklerenchym bildet den eigentlichen holzigen Teil des Strohhalmes. Einfach ausgedrückt ist ein Strohhalm im wesentlichen nichts anderes als ein kleiner Baumstamm, nur mit signifikantem Silikatanteil, also natürlichen Mineralien welche die Brennbarkeit stark herabsetzen.

4. Inneres Parenchymgewebe: Siehe äußeres Parenchymgewebe.

5. Leitbündel: Durch die Leitbündel wird die Pflanze mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Bei der Ernte führen diese Bündel bereits kein Wasser mehr, weshalb Stroh nicht extra technisch getrocknet werden muss.

6. Markhöhle: Die Markhöhle des Strohhalmes ist von einer nahezu wasserdichten natürlichen Kutinschicht geschützt. Diese ermöglicht es durch einen Strohhalm z.B. erfrischende Getränke zu sich zu nehmen. Im ISO-Stroh sorgt diese Schicht für eine träge Wasseraufnahmefähigkeit der Fasern.